Material?

Rostoptik, Edelrost, Cortenstahl – was denn nun?

Sie haben die Fragen und wir die Antworten.

Nicht jeder mag ihn, den unverwechselbaren Charakter des Cortenstahls. Doch wie entsteht eigentlich seine unverkennbare rostige Patina?

Wir verwenden für unsere Produkte unterschiedlichste Materialien. So ist für jeden Geschmack die passende Ausführung möglich.

Neben Cortenstahl kommen auch „normaler“ Stahl, feuerverzinkter Stahl, Edelstahl, pulverbeschichteter Edelstahl und Aluminium in Materialstärken von bis zu 12 mm zum Einsatz. Sie unterscheiden sich in Aussehen und Eigenschaften zum Teil erheblich. Unser Ziel ist es, Ihnen bedarfsorientiert das beste Material für Ihr Vorhaben anzubieten.

Mittels modernster Technik (Laserschneidemaschienen, Abkantpressen, Walzen) und mit Mitarbeitern, die ihr Handwerk verstehen und lieben, fertigen wir hochwertige Metallprodukte für Haus und Garten. Selbstverständlich zu 100% Made in Germany.

Hier erfahren Sie mehr über die Hauptmerkmale und Materialeigenschaften:

Cortenstahl

Was ist Cortenstahl?

Und warum eignet er sich hervorragend als Baumaterial für Gartenprodukte?

In Deutschland spricht man von Cortenstahl (gesprochen Korteenstahl), die ganze Welt nennt ihn CorTen Steel. Der Name dieses wetterfesten Baustahls hat einen besonderen Hintergrund und weist zugleich auf seine hervorragenden Eigenschaften als Baumaterial hin:

• COR steht für „corrosion resistance“, also Korrosionsbeständigkeit.
• TEN steht für „tensile strength“, die Übersetzung ist Zugfestigkeit.

Wir haben es also mit einem besonders zugfesten Stahl zu tun, der über hervorragende korrosionsbeständige Eigenschaften verfügt.

Entwickelt wurde Cortenstahl bereits Ende des 19. Jahrhunderts, jedoch erst 1932 zum Patent angemeldet. Ziel war es einen Stahl zu entwickeln, der nicht ständig im Außenbereich mit Rostschutz gestrichen werden muss, sondern von sich aus eine Korrosionsbeständigkeit aufweist. Jeder, der einmal die Brennerautobahn von Österreich nach Italien in Richtung Bozen befahren hat, konnte (vielleicht unwissentlich) Cortenstahl bestaunen. Denn dort, im zum Teil hochalpinen Bereich, sind die Leitplanken aus wetterfestem Baustahl (Cortenstahl) gebaut und ein Paradebeispiel dafür, was das Material zu leisten im Stande ist.

Wie kommt es zur Rostbildung?

Sucht man nach Beispielen im Internet, sieht man meistens die wunderschöne Rostpatina des Cortenstahls. Natürlich ist unser Cortenstahl ab Werk zunächst einmal „blank“ also eben nicht rostig.

Cortenstahl wird jedoch erst durch seine Rostoberfläche wirklich zum wetterfesten Baustahl. Bedingt durch den Wechsel von feuchter und trockener Oberfläche bildet sich nach und nach die sogenannte Sperrschichtpatina aus, die ein Eindringen von Wasser unterbindet und so den Abrostprozess verhindert.

Dieser Prozess benötigt bis zu 36 Monate, eher er richtig abgeschlossen ist. Die Menge des Materials, das bis dahin abrostet, ist bei den meisten Bauvorhaben zu vernachlässigen. Je nach Umwelteinflüssen und Bewitterungszustand reduziert sich die Blechstärke abnehmend von 0,2 mm pro 10 Jahre bis auf weniger als 0,05 mm pro 10 Jahre. Bei der Ausbildung der Sperrschichtpatina ist auch die Umgebung wichtig. So können Cortenstahlprodukte an sonnigen Standorten eine etwas andere Färbung annehmen, als Elemente, die eher schattig stehen.

Bedingt dadurch, dass Cortenstahl nicht gestrichen werden muss, extrem lange haltbar und danach sogar recyclebar ist, kann man es durchaus als ökologischen Baustoff einstufen. Zwar enthält Cortenstahl auch Kupfer und Chrom, diese sind jedoch fest im Material gebunden und mit einem Anteil von weniger als 1% verschwindend gering.

Weitere ökologische Vorteile:
Durch seine dunkle Oberfläche und die gute Leitfähigkeit, erwärmen sich z. B. Hochbeete aus Cortenstahl wesentlich schneller. Ein Umstand, der insbesondere im Frühjahr und Herbst seine Vorteile voll ausspielt und die Erntesaison für Früchte und Gemüse erheblich verlängern kann. Schädlinge wie Schnecken mögen dahingehend Cortenstahl überhaupt nicht. Für Sie wirkt die Rostverbindung sehr reizend, weshalb sie in der Regel nach wenigen Zentimetern die Flucht ergreifen. Das bedeutet: Mehr Ertrag durch weniger Schneckenfraß und potenziell, wenn man es denn einsetzen sollte, weniger Schneckenkorn.

Cortenstahl oder Edelrost?

Cortenstahl ist ein exakt definierter Begriff mit den hier beschriebenen Materialeigenschaften. Bei „Edelrost“ handelt es sich jedoch nur um einen Begriff aus dem Marketing, der rein gar nichts über die Materialeigenschaften aussagt. Unserer Erfahrung nach nutzen vor allem Billiganbieter und Importeure asiatischer Waren diesen Begriff, um ihren Produkten subtil die Eigenschaften des Cortenstahls anzuheften. In der Regel handelt es sich jedoch nur um normalen Stahl, der dann eben recht schnell, insbesondere bei Kontakt mit Wasser und Erde anrostet und auch durchrostet.

Sehr unschön, wenn man überlegt, dass auch 30 Kg schwere Sichtschutzelemente aus Stahl (wenn die Erdanker schon vom Rost angegriffen sind) bei Herbststürmen schnell zu gefährlichen Geschossen werden können.

Da die Oberflächen von Edelrost und Cortenstahl auf dem ersten Blick relativ ähnlich sind, ist es für den Laien meist nur sehr schwer zu unterscheiden. Achten Sie daher genau auf die Produktbeschreibung.

Ist Cortenstahl gesundheitsschädlich?

Insbesondere die oben beschriebenen Billiganbieter von Produkten aus Edelrost verweisen auf den Chrom- und Kupferanteil im Cortenstahl, um die Verwendung von normalem Stahl weiter zu legitimieren. Dabei unterschlagen Sie gerne, dass eben diese Legierungsbestandteile für die Ausbildung der Sperrschichtpatina notwendig sind und dann fest am Material anhaften. Sie werden also nicht freigesetzt.

Produkte aus Edelrost rosten dahingehend nach und nach ab und verteilen so ihre Substanz in der Umwelt, wo sie wiederum von Insekten, Tieren oder auch uns Menschen durch die Nahrung aufgenommen werden können. Die gelösten Oxidationsprodukte von Stahl (der Rost) hingegen sind unbedenklich und wirken als Dünger.

Rostflecken durch Cortenstahl?

Während der Cortenstahl seine Sperrschicht ausbildet, ist es nicht ausgeschlossen, dass auch er nur lose anhaftende Rostpartikel „verliert“ und an die Umgebung abgibt. Diese Rostflecken können mit einfachen Reinigern meist problemlos entfernt werden. Achten Sie dabei auf den zu reinigenden Untergrund. Böden mit Betonanteilen benötigen andere Reiniger als ein säurefester Boden. Sprechen Sie uns bei Fragen rund um dieses Thema gerne an und reinigen Sie im Zweifel zunächst nur eine kleine Testfläche abseits der Hauptfläche.

Feuerverzinkter Stahl

Was bedeutet „feuerverzinkt“?

Stahl hat, im normalen Zustand, keine nennenswerten korrosionsschützenden Eigenschaften. Für Einsatzzwecke mit hohen technischen und weniger optischen Anforderungen, fertigen wir daher verzinkte Stahlprodukte.

Das Feuerverzinken ist eine günstige Art des Korrosionsschutzes und dabei sehr langlebig. Dazu werden die fertigen Elemente in ein 450° heißes Zinkbad getaucht, welches sich wie ein Schutzfilm über den Stahl legt und dort anhaftet. Zunächst noch silbrig glänzend bildet die Verzinkung mit der Zeit eine Oberfläche aus, die eher matt und dunkel erscheint.

Optisch wirkt es leider eher „zweckmäßig“. Nicht selten werden wir nach einer Farbbeschichtung für verzinkte Oberflächen gefragt. Dazu ist es zunächst notwendig einen speziellen Haftgrund aufzubringen. Zudem befinden sich auf verzinkten Oberflächen zum Teil feine Spritzer, die nach dem Pulvern einen unschönen Schatten werfen und dadurch deutlich sichtbar werden. Daher raten wir dazu für Farbbeschichtungen auf Aluminium oder Edelstahl auszuweichen.

Kann feuerverzinkter Stahl rosten?

Ja, auch feuerverzinkter Stahl kann rosten. Allerdings bildet er dabei keine bräunliche Rostoberfläche, sondern den sogenannten Weißrost. Werden verzinkte Stahlelemente beispielsweise auf der Baustelle in einer feuchten Umgebung (unter Folie, Tauwasser, Kondenswasser, etc.) gelagert, kann sich dieser Weißrost schon in wenigen Stunden bilden. Das mechanische Entfernen mittels Nylonbürsten ist möglich, aber sehr aufwendig. Drahtbürsten oder andere Mittel, die die verzinkte Oberfläche angreifen, sind dabei zu vermeiden. Verzinkte Elemente sind am besten direkt nach Erhalt zu verbauen.

Edelstahl

Welche Vorteile hat Edelstahl?

Edelstahl ist ein besonders hochwertiges und sehr korrosionsbeständiges Material. Auf seiner Oberfläche befindet sich ein Schutzfilm, die so genannte Passivschicht, die sich aufgrund der Legierungsmittelgehalts sogar selbst heilen kann, wenn sie angegriffen wurde. (Kratzer o.ä.) Sie ist zwar nur wenige Atomlagen dick, bildet sich aber binnen kürzester Zeit wieder neu (Reaktion mit Luft und Wasser). Aufgrund dieser großartigen Eigenschaften, benötigt Edelstahl keine Beschichtung oder anderen Oberflächenschutz.

Ab Werk liefern wir Edelstahl, wenn nicht anders bestellt, immer mit matt geschliffener Oberfläche aus.

Kann Edelstahl rosten?

Trotz der hervorragenden Selbstheilungsmöglichkeiten kann auch Edelstahl so beschädigt werden, dass er korrodiert. Dies beobachten wir vor allem in Wasserbecken, die hohe Mengen an Chlorid haltigen Wasserzuschlagstoffen (gegen Wassertrübung) zugesetzt bekommen. Neben dem bekannten V2A Edelstahl gibt dann auch der noch hochwertigere V4A Edelstahl irgendwann nach.

Muss Edelstahl gereinigt werden?

Um Edelstahl zu reinigen und auch optisch ansprechend zu halten, eignen sich vor allem Reiniger auf Alkoholbasis, wie z.B. Spiritus oder Azeton (geeignet für Öl oder Fett). Als Hausmittel hat sich auch Essig bewährt, der vor allem bei Einfassungen und Hochbeeten mit Zementanhaftungen (bei Beschwerung mit Beton) gute Ergebnisse erzielt. Grundsätzlich gilt, dass diese Hausmittel im Zweifelsfall nur mit Wasser verdünnt ausprobiert werden sollten. Nach dem Gebrauch bitte immer mit klarem Wasser nachspülen.

Edelstahl gepulvert

Was bedeutet in Farbe „gepulvert“ eigentlich?

Rostige Oberflächen schmiegen sich zwar sehr harmonisch in die meisten Gartenszenerien ein, jedoch ist Rost auch nicht jedermanns Geschmack. Edelstahl ist, im Gegensatz zum rostigen Cortenstahl, deutlich sichtbarer im Garten und wirkt eher „kühl“.

Wer stattdessen lieber farbige Akzente einsetzen möchte, für den kann die Farbbeschichtung ein Thema werden.

Als Materialgrundlage empfehlen wir den hochwertigen und korrosionsbeständigen Edelstahl. Im Gegensatz zu normalem Stahl bietet Edelstahl die ideale Unterlage für gepulverte Gartenprodukte.

Warum ist Edelstahl besonders gut für die Pulverung geeignet?

Billiganbieter nutzen dahingehen oft normalen Stahl als Untergrund und bieten vermeintlich günstige Alternativen an. Der Ärger ist allerdings groß, wenn schon nach kurzer Zeit der Lack abplatzt und Rost zum Vorschein kommt. Diese Produkte sind in der Regel dann nicht mehr zu reparieren. Die Farbbeschichtung dient bei diesen billigen Produkten als Rostschicht. Wird die Farbe (oder die Grundierung) jedoch beim Pulvern nicht bis in die letzte Ritze aufgetragen (vor allem betroffen grazile Motivstelen), dringt genau an diesen Stellen Wasser zwischen Grundierung und Stahl und es bildet sich Rost, der unter die Farbe kriecht. Die Besitzer merken vom Problem erst, wenn es zu spät ist und die Farbe abplatzt. Der Rost hat sich dann aber schon weiter verteilt, als es der Bereich der abplatzenden Farbe zunächst vermuten lässt.

Aluminium und verzinkter Stahl sind zwar grundsätzlich auch korrosionsbeständig, scheiden aber auch als Materialgrundlage aus, da sie bei größeren Elementen eher ausbauchen und dadurch nach dem Pulvern teils sichtbare Wölbungen haben.

Bei uns erhalten Sie Pulverungen nach RAL oder DB Farbskala, entweder in der Ausführung matt oder Hochglanz. Bei unseren Gartenprodukten nutzen bzw. empfehlen wir tendenziell die Ausführung in matt. Sie kaschiert geringe Unebenheiten und Verschmutzungen.

Was muss beachtet werden?

Unsere gepulverten Stahlobjekte werden selbstverständlich mit höchster Sorgfalt gefertigt und auch beim Verpacken und Verladen mit besonderem Augenmerk auf die Reise zu unseren Kunden geschickt.

Da wir nicht wissen, was auf dem Transportweg alles geschieht, bitten wir unsere Kunden (bereits im Auftrag, aber auch auf Lieferschein und separatem Warnhinweisaufkleber auf der Sendung) die gepulverten Produkte bereits mit dem Erhalt auf mögliche Lieferschäden zu prüfen.

Auch bei der Montage gilt es, einige Spielregeln zu beachten. Besonders bei gepulverten Produkten, die mit dem Boden Kontakt haben oder bei denen eine Montage (Verschrauben o.ä.) nötig ist, muss gut aufgepasst werden, dass keine Schäden entstehen.

Achten Sie darauf, dass zum Schutz ein Vlies oder Gummimatten unter Gefäße oder Brunnen gelegt werden und ein direkter Boden- oder Steinkontakt vermieden wird. Kontrollieren Sie regelmäßig die Produkte auf möglicherweise nachträglich entstandene Schäden.

Götterfunken GmbH

(postalisch) 

Kirchstraße 4
48308 Ottmarsbocholt

Tel.: +49 2598 97701-06
Fax: +49 2598 97701-68

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(Lager, Abholung und Ausstellung)

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